Mittwoch 06.08.2008 – Abflug

„Hallo liebes Tagebuch”, Nein! Wir haben jetzt 10 Uhr morgens und der Matthias steht mit seinem Vater vor der Tür um mich abzuholen und zum Flughafen zu bringen. Unser Flug geht von Frankfurt aus nach Vancouver, und das wir den Micha noch in Köln abholen wollen ist es günstiger mit dem Auto zu fahren. Des weiteren ist es einfach viel angenehmer mit dem Auto.

Da ich leider vergessen habe Canada $ und USA $ zu tauschen fahren wir auf dem Weg noch schnell bei meinem Bruder vorbei, der hat noch welche.

Das Navi führt uns über verschiedenste Autobahnen nach Köln und die Fahrt endet nah bei ATU. Wir wissen nicht wo wir genau hin müssen um den Micha abzuholen. Seine Straße ist als unbefahrbar im Navi eingetragen (was nicht stimmt). Nach einem Telefonat mit ihm verabreden wir uns auf dem ATU Parkplatz.

Nach kurzer Wartezeit und 2 Magnums pro Person geht es dann endlich weiter nach Frankfurt. Die Autobahn ist noch recht leer und so zeit der Tacho auch mal 220 km/h an. Bei diesem Tempo ist die Fahrt schnell vorüber.

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Am Flughafen in Frankfurt angekommen kommt es zu ersten Komplikationen; die Dame am Schalter kann uns leider keine Sitzplätze zuweisen, meint aber augenzwinkernd, dass wir möglicherweise upgegradet werden. Dazu sollen wir uns aber beeilen und so hasten wir schnell zum Gate. Dort erwartet uns eine riesen Menschenschlange. Was uns jetzt schon etwas wundert, dass die meisten Leute schon einen Sitzplatz zugewiesen bekommen haben. Am Anfang der Schlange angekommen schickt uns der Boardingkartenkontrolleur zu einem anderen Schalter direkt neben dem Boardingschalter. Dort erwartet uns ein hoffnungslos überlasteter Inder, der verzweifelt versucht die Leute ohne Sitzplatz auf die noch vorhandenen Sitze zu verteilen. Mit teilweise zwei Telefonen am Ohr und gleichzeitig mit seiner Kollegin streitend macht er keinen allzu souveränen Eindruck. Wir warten jetzt schon fast 45 Minuten auf unsere Tickets, da kommt eine Familie zu Schalter. Diese will natürlich auch mitfliegen.

Inder: „Sie sind ausgebucht!”
Vater: „Was bedeutet das?”
Inder (mit Nachdruck): „Sie fliegen heute nicht!!”
Der Familienvater versucht auf das Namensschild des Inders zu schauen.
Der Inder dreht sich weg: „Das geht Sie nichts an!!!!!!”
Vater: „Aber warum tragen Sie dann ein Namensschild?”
Inder gibt keine Antwort.
Vater (langsam sehr verzweifelt): „Aber was ist denn jetzt mit unserem Gepäck?”
Inder führt erstmal das Telefonat zu ende: „Band 19″ (keine weitere Regung)

So lustig dies jetzt klingen mag aber ab jetzt haben wir kein gutes Gefühl mehr. Nicht nur wir werden langsam nervös, auch die Kollegen dieses Kompetenzbolzens bekommen langsam die Panik. Völlig durcheinander druck nun der Inder unsere 3 Tickets aus, aber alle für ‘Herr Heesen’. Micha und ich wundern uns warum der Matthias 3 mal fliegen darf wir aber gar nicht. Die anderen Schalterbeamten machen langsam riesen Druck: „wenn Sie jetzt nicht kommen fliegt das Flugzeug ohne Sie!”, nur wie sollen wir ohne richtige Boardingkarten fliegen. Jetzt beim dritten Versuch hat unser indischer Freund endlich die richtigen ausgedruckt. Matthias und ich sind schon durch die Kontrolle durch, zum Micha ruft eine Frau: „SCHNELL ! !”, und Micha rennt los! Daraufhin ein anderer: „STOP!”. Was denn jetzt von beidem? Die Situation klärt sich jedoch sofort und endlich dürfen wir in den Bus zu Flieger.

Im Bus bestaunen Matthias und ich unsere Comfort Class Tickets. Micha muss leider in der Tourist Class bleiben. An der Fahrertür des Busses erscheint wieder der besagte Inder: „Herr Heesen, Herr Heesen!”, oh nein. Matthias geht nach Vorne, der Inder hat vergessen uns die Gepäckaufkleber zurück zu geben.

Im Flieger ist die Unruhe endlich vorbei. Matthias und ich sitzen sehr gemütlich in der Comfort Class. Begrüßungs-Sekt, Cocktail, Wein passend zum Gericht, Bier, 4 Gänge Menü, alles perfekt, außer der doch sehr alte Flieger. Es gibt leider nur ein sehr dürftiges Inflight Entertainment System, aber nach noch einem Brandy ist uns das auch egal.

In abgesprochenen Abständen wechseln wir die Plätze. Michael sitzt als ersten in der Holzklasse, dann bin ich dran und dann, logisch, der Matthias bis zum Ende des Fluges.

Unsere gemeinsame Sitznachbarin ist eine Sozialarbeiterin aus Bayern und hat eine ähnliche Tour vor. Nur bleibt sie im Anschluss ein Jahr in Nicaragua.

Der Flieger setzt zur Landung an, jetzt sind wir in Canadien. Nach den ganzen Grenzformalitäten stehen wir draußen vorm Flughafen und warten auf Julia, die uns mit ihrem Firmenwagen abholen will. Von der Firma hat sie ebenfalls eine Wohnung gestellt bekommen in der wir die nächsten drei Tage mit wohnen werden. Das ist kein Problem, ihre Mitbewohnerin hat ebenfalls Besuch aus Deutschland.

Kurz richten wir uns dort ein und machen dann direkt einen Abstecher zum Liquor Store, zur Sushibar und zu Wendy’s das nötigste für den Abend besorgen. Auf dem Rückweg zeigt Julia uns noch ‘ihre’ Baustelle.

Nach ein paar Biers und dem Essen sind wir um 21:00 Ortszeit (06:00 in Deutschland) ziemlich platt und gehen pennen.


Beispiel

so sieht hier ein Beispiel aus


 

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